Feedback - E-Mails


So, 31.12.2006, 11:54

Sehr geehrter Herr Rohn,
durch Zufall stieß ich auf Ihr schönes Museum, der Besuch war lehrreich und erheiternd. Ich hoffe, daß Sie es noch lange fortführen und füge ein Wort bei, welches in Ihrer Ausstellung noch nicht vertreten ist. Vergackeiern = auf den Arm nehmen, verschaukeln.
Mit freundlichen Grüßen von einem Besucher, der gelegentlich gern wieder einkehrt
F. K.

Mi, 20.12.2006, 12:15
Sehr geehrter Herr Rohn,
eine spannende Idee! Es hat mich spontan inspiriert, ein kurzes Weihnachtsgedicht zu schreiben:


Stille Nacht

Welch Mär mäandert leise
kaschiert in rotes Linnen.
Der Oheim und die Muhme
höchstselbst salbadern drinnen.

Die Kanzel schwankt
die Menge wankt-
der Übelstand nimmt Oberhand.

Weh dem, der Fründe hunzt,
Und der, die haselierend grunzt.

Kehr um und dreh dich nicht -
entgegen lug dem holden Licht!

Es komme schlicht hienieden
in aller Stille Form.
Sei wach und trage Frieden
zu aller Weltenbaum.

Frohe Weihnachten!

 
Mit den besten Grüßen und weiter so!
V. U.

Mo, 18.12.2006, 15:05
Hallo, Kay-Uwe Rohn,
Aus dem Wortschatz meiner Grossmutter moechte ich ihnen einige Worte mitteilen: "schockschwernot nochmal", wenn etwas uebel gelaufen ist. "Lorbass" ein anderer Begriff fuer Junge, "Kump", ein Begriff fuer ein Mieder, also BH und Miederhose als Einteiler. Sollten mir noch welche einfallen, werde ich sie ihnen schreiben. Bis dahin, mfg C. G.

Mo, 18.12.2006, 14:25
Sehr geehrter Herr Rohn,
mir gefällt Ihre Idee des Wortmuseums und ich möchte Ihnen für die
Initiative danken. Gleichzeitig wollte ich Ihnen das bedrohte Wort "halbstark" oder
"Halbstarker" zukommmen lassen. Ich hoffe, dass ich es in der Sammlung nicht überlesen habe.
Mit freundlichen Grüßen J. M.

Mo, 18.12.2006, 13:30
Sehr geehrter Herr Rohn,
ich halte Ihr Wortmuseum für eine wunderbare Idee. Ich habe auch einen Vorschlag:
Das Wort "Humbug" ist den meisten (wenn überhaupt) wohl nur noch durch die Figur aus der Sesamstraße "Sherlock Humbug" bekannt. Wer es nicht kennt, könnte es für eine englische Kreation à la "Hummelkäfer" halten, aber es bedeutet "Blödsinn", zumindest benutze ich es so.
Mit freundlichen Grüßen, A. B.

Mi, 16.8.2006, 12:18
Sehr geehrter Kay Rohn,
im Buchmarkt 08/2006 las ich, dass Ihre seltenen Worte nun auch in Postkartenform erhältlich seien - eine sehr schöne Idee!! Bei meiner Suche auf der angegebenen Website www.wortmuseum.de wurde im "shop" aber nichts dergleichen angeboten. Könnten Sie mir netterweise Auskunft darüber geben, ob ich die besagten Postkarten bei Ihnen erstehen kann und wenn ja, zu welchen Modalitäten?? Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und führe an dieser Stelle gerne noch vier meiner liebsten (aussterbenden) Worte an: Augenmerk, wähnen, zaudern, erstehen.
Seien Sie freundlich gegrüßt von Ulla M. B.

So, 4.7.2006, 11:18
Sehr geehrter Herr Rohn,
beim Stöbern im Internet sind wir vor einiger Zeit auf Ihr Wortmuseum gestoßen. Wir, das sind die ehrenamtlichen Mitglieder der Akademie freier Autoren (2a). Wir fördern und unterstützen Nachwuchs-Autoren. Gegründet wurde der gemeinnützige Verein im Jahre 1992 (www.2a-verlag.de). Da wir uns dem Reiz des Wortmuseums nicht entziehen konnten, haben wir ihm im Newsletter "Akademie intern" einen Beitrag gewidmet, den wir Ihnen gern als Belegexemplar beigefügt haben. Alle Mitglieder der Akademie freier Autoren erhalten den halbjährlich erscheinenden Newsletter mit Informationen zu neuen Autoren und Werken, Aktionen der Akademie sowie zahlreichen Tipps rund ums Schreiben und Veröffentlichen und diesmal auch einen Beitrag über das Wortmuseum.
Weiterhin viel Spaß und Erfolg
Ihr 2a-Team

Mo, 8.5.2006, 16:15

Sehr geehrter Herr Rohn,
ich bin auch durch die Sächsische Zeitung auf das Wortmuseum aufmerksam geworden und fand nun heute mal Zeit, drin zu stöbern. Bis vor kurzem hatte ich noch einen Auftrag der Universität Dresden zu erledigen, indem ich alte Bauakten des königlichen, sächsischen Hofes las. Dabei fielen mir viele Worte auf, die heute nicht mehr gesprochen werden. Umso überraschter war ich, eines dieser Worte bereits in Ihrer Sammlung gefunden zu haben. Behufe heißt tatsächlich: zu diesem Zweck. Die Dresdner Hofcopisten benutzten dieses Wort gern. Aber mein Lieblingswort aus den alten Akten (17. bis 19. Jahrhundert) gibt es bei Ihnen noch nicht. Dieses Wort heißt „Übelstand“. Das war der Oberbegriff für alles, was nicht so war, wie es sein sollte. Überlaufende Regenrinnen waren zum Beispiel ein Übelstand. Oder auch ausgetretene Sandsteintrottoirs (Fußwege, wie Sie sicher wissen). Wenn sich darin das Wasser sammelte wurden die langen Röcke der Damen nass. Das war ein besonders großer Übelstand.
Vielleicht ist das etwas für Ihr Wortmuseum…
Mit freundlichen Grüßen
Claudia R.


Fr, 17.3.2006, 9:09
Hallo, Herr Rohn,
bin heute durch Zufall beim Stöbern in abgelegten Exemplaren der Sächsischen Zeitung auf das „Wortmuseum“ gestoßen. Die Idee fand ich sofort originell. In vielen meiner Seminare zum Thema Rhetorik und Präsentation begegnet mir beim Gebrauch bestimmter Begriffe zunehmend Unverständnis (je nach Alter der Teilnehmer). Kleine Geschichten zur Herkunft von Wörtern beleben dann meist das Interesse für vom Aussterben bedrohte Exemplare. Als Beispiel sei hier nur „spornstreichs“ erwähnt, das ich immer damit veranschauliche, dass man dem Pferd die Sporen in die Weichteile rammt und dieses dann „spornstreichs“ einen Satz nach vorn macht. Aber heute wird ja statt des Pferds mehr das Auto benutzt und deshalb eher „gegast“. Auch „flugs“ ist vielleicht ein Begriff, der bald das Wortmuseum ziert. Dennoch macht es immer wieder viel Spaß, sich mit dem Reichtum der Muttersprache zu beschäftigen. Wie schon Antiphon sagte: „Es gibt keine erstklassige Ausstrahlung mit einer drittklassigen Sprache“. In diesem Sinne weiter viel Freude und Erfolg,
Bernd G. R.

Mo, 6.3.2006, 11:52
Hallo Herr Rohn, danke für Ihre schnelle Antwort. Ich bin furchtbar stolz, etwas zum Wortmuseum beigetragen zu haben und werde dies direkt in meinen Lebenslauf aufnehmen;-) Leider gibt’s keinen Orden für Liebhaber der vom Aussterben bedrohten Wörter, aber durch diese schönen Aktivitäten wie das Wortmuseum kann man ja etwas dagegen tun…
Beste Grüße, T.L.

Mo, 6.3.2006, 11:03
Guten Tag Herr Rohn, ich bin’s schon wieder… Danke für Ihre Antwort. Ich hätte gleich noch etwas: sich selbst oder anderen etwas kredenzen (anrichten, zubereiten, servieren), was man sich in unserer Familie gerne bei festlichen Gelegenheiten offeriert!
Beste Grüße
T.L.

Mi, 15.2.2006, 16:33
Sehr geehrter Herr Rohn, ich hätte großes Interesse ihre Wanderausstellung "Wortmuseum - 52 Worte" zu besuchen. Ich komme aus Leipzig. Könnten sie mich informieren, sobald die Ausstellung in meine Nähe "gewandert" ist? Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrem spannenden Projekt!
Mit freundlichen Grüßen
Robert S.


Fr, 10.2.2006, 10:27
Sehr geehrter Herr Rohn,
anbei noch einige Wörter, die mir eingefallen sind in der Hoffnung, dass
vielleicht das eine oder andere noch nicht in Ihrer Sammlung ist. Schlummerrolle, Muff, Gamaschen, Obolus, Stövchen, Souterrain, Flegeljahre,
Obolus, Ranküne, nebst, und zäh wie Juchtenleder.
Mit freundlichen Grüßen
Annelie B.


Mi, 8.2.2006, 11:16
Lieber Herr Kay-Uwe Rohn, ich wurde kürzlich vom Duden Newsletter auf Ihre
Initiative hingewiesen, und hatte gleich ein paar Vorschläge parat --- nun
sehe ich auf der website, daß Sie mit dem Wortmuseum vielleicht schon zuende
sind --- nur laufen noch die finalen Ausstellungen... Nun denn, falls Sie
auch 2006 usw fortfahren, hier doch meine Vorschläge.
harmlos (frei von Qual und schon gar nicht selbst ein Quäler), Liebreiz (der flüchtige Akzent der Anmut), (und noch eine Wortreihe:) zweckfrei, beliebig, gleichgültig, zufällig, belanglos (was als eine absteigende Klimax - z.B. künstlerischen Unvermögens - gelesen werden kann, ist auch ein Abenteurer-Kanon von Stärke und Freiheit, und darüberhinaus aufsteigende Klimax einer ins Transzendente sich erhebenden Meditation, (und noch dieses:) areal (weder real noch irreal, sowohl real als auch irreal)
Mit herzlichen Grüßen,
Andreas P.

Sa, 4.2.2006, 18:28
Sehr geehrter Herr Rohn,
heute bin ich in der Buchhandlung Schönhuber in Ingolstadt nahezu über Ihr
Wortmuseum gestolpert. Und war begeistert. Und zwar spornstreichs. Leider sind mir andere Ausstellungsorte zuvor gekommen, sonst hätte ich Sie glatt gebeten, diese Arbeit bei uns im Heinrich-Stiefel-Schulmuseum auszustellen, und zwar am Stück.
Viele Grüße aus Ingolstadt
Gabriele N.


Do, 2.2.2006, 18:42
Sehr geehrter Herr Rohn,
 "Home", "Museumsshop", "Feedback" wirken für jemanden, der sprachinteressiert ist, etwas unbeholfen und linkisch; und dies gleich auf der Startseite. Sind Ihnen die Wörter der Hochsprache schon soweit abhanden gekommen?
mit freundlichen Grüßen
Herr B. R

Mi, 1.2.2006, 8:11
Sehr geehrter Herr Kurator,
auch mir lag schon immer die Bewahrung von Worten der deutschen Sprache, die drohen vergessen zu werden, am Herzen.
In diesem Sinne möchte ich das Wort 'ventilieren' in Erinnerung rufen, das nicht nur in der Bedeutung ...
(1) lüften, die Luft erneuern, sondern auch
(2) sorgfältig erwägen, von allen Seiten betrachten
... verwendet wurde - und von mir verwendet wird.
Robert H.
PS: Die Worterklärungen sind dem "DUDEN 5 - Das Fremdwörterbuch" entnommen


Mo, 30.1.2006, 1:02
Na, das freut mich, Ihr Wortmuseum entdeckt zu haben!
Ich singe nämlich gerade das Lied von Brahms( 1833- 1897) " An die Nachtigall " und stolperte gleich am Anfang über " Geuss nicht so laut der liebentflammten Lieder tonreichen Schall...". Das gehört sicher in Ihr Museum ; offenbar in der Bedeutung " gieß" , denke ich. Im Übrigen wohne ich (61) seit 24 Jahren in England und dachte immer, mein Deutsch sei ' up to date' bis ich viele der Wörter, die ich benutze, in Ihrem Museum fand.O je!
Herzliche Grüße
Brigitte McC.


So, 29.1.2006, 22:53
Hallo Herr Rohn,
schön,wenn sich Leute - wie Sie -  um die leise absterbenden Wörter kümmern! Das Interesse ist groß und im "Netz" an vielen Ecken findbar. Erstmals hat sich ein damals junger Ägypter (!) um sie gekümmert, Nabil Osman mit seinem "Kleinen Lexikon untergegangener Wörter". Es könnte inzwischen fortgeschrieben werden, nach über 30 Jahren...
Da Sie sehr "wortfreundlich" sind, werden Sie sicher ein malträtiertes Wort wieder herrichten. Es heißt zur Zeit noch: "Kabarretisten" und steht in Ihrem Artikel "Buchprojekt".
Es grüßt Sie herzlich
Edgar J. H.


So, 29.1.2006, 9:48
Guten Tag, Herr Rohn,
eine wundervolle Idee.
Mir fiel noch ein Wort ein, das mich durch meine Kindheit begleitete: Ich war ein sehr aufgewecktes Kind, das die Nerven der Mutter häufig strapaziert. (Wir sagten übrigens „strapezierten“) Die Ermahnung lautete dann immer: Sekier’ nicht. Vielleicht fehlt dieses Wort in Ihrer Sammlung – sekieren. Könnte sein, dass dieses Wort österreichisch eingefärbt war oder ist, denn meine Eltern stammten aus Südmähren. Die Sprache dieser Familie war eine sehr deftige, farbige, ausdrucksstarke.
Da gab es: Die Duchent, den Diwan, die Etagere, den Frnjak, die Gugerschecken, aufpassen wie ein Haftlmacher, armes Hascherl,  hudeln, der Janker, das Kastrol, standepe, Spirifankel, Bodschamber, Blunzen, Golatschen usw. usw. Schade, dass die zweite Generation dieser Familie, seit alle Großeltern verstorben sind, von dieser farbenfrohen Sprache kaum noch Gebrauch macht und sie damit in Vergessenheit gerät.
Gruß aus Augsburg von E.S.

Mi, 18.1.2006, 11:09
Lieber Herr Rohn,
von Ihrer Idee des Wortmuseums bin ich absolut hingerissen. Zu meinen Lieblingsworten zählen Wams, Junker, hold, Maid, ehrenrührig, Tobsucht, vermaledeit, Fisimatenten. Vielleicht können Sie sie auch (ge-)brauchen.
Alles Gute für die Buchstaben, Worte, Sprache und Sie!
Susann B.


Di, 5.1.2006, 16:48
Sehr geehrter Herr Rohn,
über Ihre schnelle und positive Antwort auf mein erstes Schreiben habe
ich mich sehr gefreut. Inzwischen wollte mein Kopfzerbrechen /schier
/kein Ende nehmen, aber die Ausbeute war eher gering. Ich will nicht
viel /Sums/ machen, die meisten Wörter sind heute noch /sattsam
/bekannt. Trotzdem schreibe ich Ihnen, was mir noch so eingefallen ist:
/scharwenzeln, herumscharwenzeln, schwadronieren, /jemanden einer Untat
/zeihen, /und dabei noch /töricht /lachen. Es könnte auch /schelmisch
/sein, dann müsste man denjenigen mal am /Schlafittchen /nehmen.Das wäre
wohl weniger /kovenabel. /Den /Bel ami /kennt man wohl noch, aber ich
erinnere mich in diesem Zusammenhang an ein Wort, das in meiner
Gegenwart als Kind nie laut , sondern  hinter vorgehaltener Hand gesagt
wurde, es ist /Stenz./ Ich habe es auch nicht in einem uralten Duden von
1934 gefunden ( auch nicht im Fremdwörterlexikon) und bin mir über die
Bedeutung  nicht sicher, auch wenn ich noch so sehr meinen /Grind
/anstrenge.
Nun noch einige Wörter /Ridikül: Vertiko, Buffet /als Anrichte
(heute Sideboard), /Kandelaber, Bohnerbesen, Spülstein /(heute Spüle),
die Fußböden wurden /gespänt /und/ gewachst. /Als Kinder spielten wir
draußen /Klicker /und /Tanzknopf.
Bis dahin meine besten Grüße
Annelie B.





Fr, 30.12.2005, 17:19
Sehr geehrter Herr Rohn,
ich habe in der "Saarbrücker Zeitung" über Ihr Projekt gelesen und
möchte gerne wissen, welcher Art die Wörter sein sollen, die Sie
sammeln. Bitte teilen Sie mir mit, ob folgende Beispiele in Frage kämen:
Schlummerrolle, Plumeau, Nachttopf, Trumeau, Messerbänkchen,
Tafellappen, Griffelkasten, Leibchen, Strumpfgummi u.s.w. Ich bin 80
Jahre alt und mir fallen immer wieder Begriffe ein ,die heute kein, vor
allem junger, Mensch mehr versteht.
Mit freundlichen Grüßen, A. B.

So, 25.12.2005, 17:44
Hallo, eine gute Idee, ein Wortmuseum einzurichten! Eine Anmerkung zur
Worterklärung von Hagestolz: mich "dünkt", es müsse "wunderlich" und
nicht "verwunderlich" heißen.
Alles Gute u. viel Erfolg weiterhin mit dem Wortmuseum! F. D.

Do, 15.12.2005, 15:32
Sehr geehrter Herr Rohn, ich bin zwar erst 22, benutze aber - wahrscheinlich
wegen meiner elterlichen Prägung - oft Sätze wie "Ach du liebes Lieschen!"
und merke dann, wie mir in meiner Umgebung das blanke Unverständnis
entgegenstößt. Ich finde es auf jeden Fall wichtig, die traditionsreichen
alten Begriffe zu bewahren ("Backfisch" kennt man ja noch aus Mutters
Jugendbüchern), würde mich in diesem Sinne besonders für das Wort
"schmissig" (für fetzige, tanzbare Musik) einsetzen. Das ist zwar noch recht
neu glaube ich, wird aber meines Erachtens nach trotzdem kaum noch gebraucht
- zumindest nicht von meiner Generation. Viel Erfolg noch in Ihrem durchaus wichtigen Anliegen wünscht Ihnen
Christina K.


Di, 29.11.2005, 14:07
sehr geehrter herr rohn,
zwar bin ich nicht sehr betagt, noch studiert (zumindest noch nicht ganz) aber ich habe eine leidenschaft.
Lesen.
Je älter die Bücher, desto besser.
Nun bin ich aber ein Kind der 90er und stolper des öfteren über ein mir unbekanntes wort: "vierschrötig"
Wohl ist mir klar, dass es ein Adjektiv zur Beschreibung von eher kräftigen, älteren Herren ist...
Doch die genaue Bedeutung bleibt mir bisher verschlossen.
Ist mir zu helfen?
Mit freundlichen Grüßen, S.S.


So, 13.11.2005, 20:54
Hallo, Herr Rohn,
auf der Jugendseite "GenerationSZ" der Sächsischen Zeitung (Lokalzeitung Dresden + Raum Sachsen) erschien kürzlich ein Beitrag über's Wortmuseum und ich war gleich begeistert von dieser Idee.
Ich wünsche Ihnen noch viel Zuspruch für's virtuelle Museum und werde mich vielleicht auch gelegentlich wieder melden, wenn mir ein interessanter Wort-Dinosaurier über den Weg gelaufen ist. Vornehmlich in klassischer Literatur findet man davon ja eine Menge. Einer fällt mir spontan noch ein, den ich geradezu charmant finde: Imponderabilien - Unwägbarkeiten.
Viele Grüße aus Dresden ins Wortmuseum/M. J.


Fr, 7.10.2005, 16:24
Guten Tag, Herr Rohn.
Herzlichen Dank für den Hinweis, nun wird die Geschichte doch etwas überschaubarer
Sehr oft waren es ja mehr oder weniger eingedeutschte Fremdwörter, die besonders farbig und paradiesvogelartig insbesondere die Sprache des Bildungsbürgertums illuminierten, wie z.B. das Malör, das Miasma oder auch der Embonpoint.
Wo der Gevatter seinen Platz findet, sollten auch Base und Muhme nicht fehlen.
Ganz besonders apart freilich ist die Selbstbefleckung.
Womit es der Anregungen für heute weidlich genug sein soll.
Herzliche Grüße, M. B.


Mi, 21.9.2005, 12:05
... vielleicht noch ein kleiner Beitrag zum Wortmusuem:
Im Hunsrück gibt es die zwei wunderschönen bzw. originellen Wörter "Geheischnis", was soviel bedeutet wie eine vertrauensvolle Freundschaft oder Aufgehobensein, sowie "oscherisch" (wobei das "o" so ausgesprochen wird wie das a im englischen "ball") und die Bedeutung hat von kleinwüchsig, verhutzelt, mickrig.
Herzliche Grüße, H. B.

Mi, 10.08.2005, 10:51
Sehr geehrter Herr Rohn,
Zwei Bemerkungen zu den Leserbriefen: Bei Ihrem Konzept geht es offenbar um veraltende  Wörter der deutschen Allgemeinsprache. Dabei sollte die Herkunft der Wörter (z.B. aus dem Französischen oder von wo auch immer) keine Rolle spielen
(s.o. 'reüssieren' oder 'karessieren'). Anders ist es m.E. mit regional
/ dialektal begrenzten Wörtern (Worten?); so würde ich vermuten, dass
die Eltern des Schreibers aus Toronto aus Franken ausgewandert sind. Im
Nürnberger Dialekt sind die genannten Wörter Dogga (bzw. Dockn / Doggn)
und Botschamber geläufig, Portemonnaie sowieso (regionale Verbreitung).
Bei manchen Wörtern bedürfte es wohl einer genaueren sprachhistorischen
Untersuchung: veraltendes Wort der Allgemeinsprache oder Dialektismus /
Regionalismus? Beispiel: Trottoir 'Gehsteig'.
Freundliche Grüße, G. E.


Mi, 10.08.2005, 10:51
Sehr geehrter Herr Rohn,
Zwei Bemerkungen zu den Leserbriefen: Bei Ihrem Konzept geht es offenbar um veraltende  Wörter der deutschen Allgemeinsprache. Dabei sollte die Herkunft der Wörter (z.B. aus dem Französischen oder von wo auch immer) keine Rolle spielen
(s.o. 'reüssieren' oder 'karessieren'). Anders ist es m.E. mit regional
/ dialektal begrenzten Wörtern (Worten?); so würde ich vermuten, dass
die Eltern des Schreibers aus Toronto aus Franken ausgewandert sind. Im
Nürnberger Dialekt sind die genannten Wörter Dogga (bzw. Dockn / Doggn)
und Botschamber geläufig, Portemonnaie sowieso (regionale Verbreitung).
Bei manchen Wörtern bedürfte es wohl einer genaueren sprachhistorischen
Untersuchung: veraltendes Wort der Allgemeinsprache oder Dialektismus /
Regionalismus? Beispiel: Trottoir 'Gehsteig'.
Freundliche Grüße, G. E.

Sa, 30.07.2005, 17:53
Die sehr interessante Encyklopädie von J. G. Krünitz mit vielen vergessenen Worten aus dem 18ten Jahrhundert  findet man unter
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/
Viele Grüße
M. D.
Berlin


Mo, 25.07.2005, 14:28
Sehr geehrter Rohn,
ihr Wortmuseum ist ganz wundervoll. Es ist sehr schade, daß so schöne Wörter wie "mäandern" oder "lobesam" aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden sind. Und es ist umso schöner und wertvoller, daß Sie sie sammeln und ausstellen.
Heute morgen fiel mir ein Wort ein, das vielleicht gut in Ihre Ausstellung passen würde: radebrechen. Laut Wikipiedia bedeutet das:
"eine Sprache nur sehr fehlerhaft sprechen".
Es wäre mir eine große Ehre, ein Wort beigetragen zu haben.
Mit den besten Wünschen und freundlichem Gruß,
B. F.

Do, 21.07.2005, 10:05
Lieber Herr Rohn,
zufällig stieß ich gestern auf Ihre Seite. Wundervoll!
Seit einigen Jahren denke ich immer mal wieder über Worte nach, die mir zu entgleiten drohen. Dabei schwirrt mir "vermaledeit" fast jedes Mal durch den Kopf. Ein schützenswertes Wort, wie ich finde.
Ich wünschte, es würden sich mehr Menschen auf derart unwissenschalftliche und unterhaltsame Weise mit unserer Sprache beschäftigen.
Ihre Site hinterlässt ein wohliges Gefühl im Bauch...
Nur das Beste wünscht
E. M.

Mi, 13.07.2005, 17:29
Hallo Herr Rohn,
Ich bin ganz enthusiasmiert von Ihrem Museum -
wie finden Sie das?
Viel Spaß beim Weitersammeln.
Grüße aus Berlin -
B. K.

Mo, 04.07.2005, 22:22
Hallo,
Superprojekt. Schade, dass ich meine Oma, die im letzten Jahr verstorben ist nicht mehr abfragen kann. Mir ist ebenfalls spontan ein Wort eingefallen, dass diese (geboren 1910)  häufig benutzt hat, von dem ich aber nicht sicher bin ob es Mundart ist (stamme aus dem Westerwald/Siegerland) und wie es genau geschrieben wird: Wenn meine Oma mir erzählen wollte, dass etwas sie gedanklich nicht losgelassen hat und sie länger darüber nachgegrübelt hat, sagte sie immer "und dann hab ich ewig über dieses oder jenes brackessiert/prakessiert...". Gegeben hat es dieses Wort in jedem Falle, leider fehlen mir persönllich weitere Zeitzeugen.
Gruß
M. P.

Fr. 1.07.2005, 14:23

... kennen Sie schon die englischsprachige Version?

http://owad.de/index2.php4
Bei weitem nicht so übersichtlich, nett aber ist der tägliche email-service
"One Word a Day".
Good look,
T. O.

Fr, 17.06.2005, 18:05
Hallo Herr Rohn,
habe ihre Präsentation bei unserem Rotary-Club sehr genossen
larmoyant ist ein wunderschönes Wort
wie finden sie "reputierlich"?
beste Grüße,
M. P. H.

Do, 09.06.2005, 10:03
Hallo Herr Rohn,
erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Wortmuseum, wirklich gelungen und eine tolle Idee. Habe gerade den Artikel im AGDquartal gelesen und da ich recht plietsch bin, fiel mir auch gleich ein ähnlicher Begriff ein »gewief«t. Das ist umgangssprachlich für schlau oder gerissen sein. Ich werde ab heute öfter mal vorbei schauen und das Wortmuseum sicher weiter empfehlen.
Mit freundlichen Grüßen
Best regards
Med venlig hilsen
G. A.

Di, 24.05.2005, 00:00
Sehr geehrter Herr Rohn,
auch ich als Mitglied der jüngeren Generation muss ihnen mein Lob aussprechen. Von ihrem kleinen Museum erfuhr ich durch die sehr gelungene Ausstellung bei Graff. Als jemand der zumindest überdurchschnittlich an Sprache interessiert ist zauberte sie mir sogleich ein diebisches Grinsen ins Gesicht und versetzte mich auch für den Rest des Abends in eine erheiterte Stimmung.
Entschieden ablehnen muss ich allerdings die Kritiken einiger Besucher an den Exponaten fremdsprachlichen Ursprungs. Gerade an das Englische und Französische angelehnte Worte haben an dieser Stelle eine Daseinsberechtigung aufgrund der Verwandtschaft dieser mit dem Deutschen. Für mich üben eben solche Worte sogar einen besonderen Reiz aus. Ich habe die betreffenden Worte nicht etymologisch überprüft, jedoch ist ein Ursprung in der deutschen Sprache nicht von vornherein auszuschließen. Selbst wenn, Sprache befindet sich im Fluß, sowohl zeitlich als auch interkulturell betrachtet.
Gut gefallen mir auch die Museumsshop Artikel, wenn ich mir auch wünschte, dass die Skizzenbücher etwas günstiger wären. Dennoch finde ich sie sehr Stilvoll und werde sicherlich nocheinmal über die Bestellung nachdenken sobald mehr Inschriften verfügbar werden.
Mit freundlichen Grüßen,
M.K., Student

Do, 12.05.2005, 10:27
Sehr geehrter Herr Rohn, dieses interessante Projekt verfolge ich gerne.
Was mir in der Ausstellung allerdings fehlt, ist eine etymologische
Erklärung der Worte!
Mit freundlichen Grüßen
T. H.

So. 01.05.2005, 19:05
Sehr geehrter Herr Rohn,
über einen Radiobericht bin ich auf Ihr Wortmuseum aufmerksam geworden. Was für eine schöne Idee, alte Wörter in dieser Weise zu sammeln und zu präsentieren.
Darf ich Ihnen ein paar weitere Worte für Ihre Sammlung vorschlagen ?
Jänner (Januar)
Kattun (alte Bezeichnung für Baumwoll / cotton)
ambulieren (spazieren gehen/ bummeln)
Lauser (noch enthalten in Lausebengel/ eigentlich Junge aus der gesellschaftlichen Unterschicht)
Harnisch (Rüstung)
Schabracke (Stoffüberwurf z. B. über Gardinen)
marode (erschöpft, matt; auch: baufällig/ verschlissen).
Mit herzlichem Gruß,
K.P.B.

Fr, 29.04.2005, 23:36
NDR-Info berichtete heute über Ihr Museum. Worte, die mir auf Anhieb eingefallen sind:

Palaver
Ringelspiel
Mischpoche
Sämig
Erdapfel
Herzlichen Gruß von
P. R.

Fr, 29.04.2005, 22:39
hallo, herr rohn,
ich bin, wie so viele, sehr begeistert von Ihrem wortmuseum. es gleicht leider fast einem erinnerungsgang - so viele vertraute gefährten, lange nicht gesehen, älter geworden, aber noch sehr vital....
darf man als einfacher sprachfreund auch selber wörter vorschlagen?
dann würde ich Ihnen zum beispiel "erpicht" ans herz legen.
mit dankbaren grüßen:
E. W.

Fr. 29.04.2005, 12:21
Sehr geehrter Herr Rohn,
eben habe ich den Bericht über Ihre Ausstellung bei NDR Info gehört und daraufhin Ihre Website besucht.
Schön, dass Sie diese schönen Wörter sammeln. Karessieren gefällt mir besonders gut, klingt aber nicht nach dem, was es bedeutet, finde ich!
Als regelmäßiger Zwiebelfisch-Leser bin ich allerdings beim Hören und Lesen auf die Bezeichnung "52 Worte" aufmerksam geworden.
Sammeln Sie nicht eigentlich Wörter statt Worte?
Bastian Sick schreibt dazu folgende Erklärung:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,307445,00.html
Viele Grüße,
S. H., Hamburg

Fr, 29.04.2005, 09:02
Hallo Kay-Uwe Rohn,
bin heute mal wieder auf das Wortmuseum gestossen -
und gleich fallen mit 2 vielleicht schützenswerte Worte ein:
vif - lebendig, lebhaft - im Schwäbschen schlau, ausgeschlafen
krängen - aus dem maritimen, das Schiff krängt - neigt sich bei Wellengang
Vielleicht sind Sie wert im Museum aufgenommen zu werden.
Grüsse - W. R.

Do, 14.04.2005, 18:51
hallo museeum,
45 [1. (junger) Fisch zum Backen   2. Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren]
vielleicht sollte noch das bildliche erwähnt werden:
beim fischen: fish that were to young/small are thrown "back" into the water
schönen gruß
F. v. W.

Fr. 01.04.2005, 17:21
Lieber Kay-Uwe Rohn,
es fehlen die "Zeitläufte".
Beste Grüße
P. W.

Mo, 21.02.2005, 08:59
Guten Morgen, Herr Rohn,
der Beitrag über Ihr Wortmuseum war der interessante Teil der heutigen "Rheinpfalz" für mich!! Ich werde von nun an ständiger Gast auf Ihrer "Seite" sein.
Übrigens, das Wort "karessieren" kenne ich aus dem Englischen - to caress heisst so viel wie streicheln, liebevoll berühren.
Ein ähnliches Wort ist hier in Pfalz gebräuchlich: "flattieren" = schmeicheln. Da lässt aber wohl Frankreich grüssen.
Und ich grüsse auch ganz freundlich,
I. L., Landau

Fr, 17.12.2004, 11:42
Sehr geehrter Herr Rohn,
vielen Dank für Ihre Idee des Wortmuseums. Es macht Spaß ab und an durch die Hallen zu schlendern.
Eben habe ich ein neues Wort gehört, zu dessen Abstammung Sie eventuell etwas sagen können.
Schwitisieren - Die Rechtschreibung ist unklar. Aber so wird es gesprochen. Es wird/ wurde im Sinne von "er ist mal hier, mal dort"; "er läuft herum" ohne genau zu wissen wo, benutzt. Also eigentlich eine Form von "schlawenzeln".
Da wir recht nah an der französischen Grenze wohnen, könnte es also von dort eingedeutscht worden sein. Kennen Sie dies Wort?
Mit freundlichen Grüßen,
K. F., Freiburg

Mo, 22.11.2004, 16:54
Werter Herr Rohn,
Ihr Unterfangen (!) verleitet einfach zu einer solchen Anrede - ein
fürwahr (!) lohnendes Unterfangen. Als Werbetexter, der im Zuge des
täglichen Broterwerbs (auch ein schönes Wort, wie ich finde)
Sprachschweinereien schlimmster Machart zu verkraften hat, begrüße ich das
Wortmuseum als einen kleinen, aber schönen Fels in der Brandung. Mein
Beitrag: Bei der Lektüre des oftmals zu Unrecht der Verbreitung von
Langeweile bezichtigten Dichters Adalbert Stifter fielen mir zwei
wunderbare Wörter auf, die ich Ihnen hiermit zur freien Verfügung
übermittle. Das erste lautet "barhäuptig" und erklärt sich wohl von
selbst, das zweite lautet "Hornung" und stellt eine Alternative zu
"Februar" dar. Schön, oder? Viel Erfolg mit dem Museum.
L. H.

So, 21.11.2004, 18:30
Lieber Herr Rohn,
eine tolle Idee mit dem Wortmuseum!
Ich bin seit Jahren Mitglied des Vereins für Deutsche Sprache, weil
schon immer an Sprache interessiert.
Ich sammle seit kurzem selber ungewöhnliche, meistens aber nicht antike
Ausdrücke, wie z.B.Saftschubse oder Schranklesbe.
Ich ergänze dieses zuletzt durch Sprüche, dumme Redensarten und ähnliche
Merkwürdigkeiten.
Natürlich bin ich an Ihrer Arbeit interessiert.
Vielleicht tauschen wir uns mal aus?
C.S.

Do, 18.11.2004, 12:37
wortmuseum: großartig
wortvorschläge: gerne
wie wäre es mit:
-angelegentlich

- weiland
freundlich:
T.E

Mi, 03.11.2004, 23:15
Hallo Herr Rohn,
ich bin von der Idee des Wortmuseums überaus begeistert, darüber
hinaus auch von der minimalistischen Aufmachung.
In einer Phase der Langeweile während diverser Vorlesungen
sammelte ich verschiedene Worte, die meiner Generation zwar
teilweise geläufig sind, jedoch in den seltensten Fällen im
allgemeinen Sprachgebrauch zu finden sind. Hier einige der
besten:
- brüsk
- Habenichts
- afin
- Werdegang
- Scharmützel
- kühn
- umnachtet
- altbacken
- forsch
- einverleiben
- emsig
- gewappnet
- behende
Gerade letzteres betrachte ich als besonders erhaltenswert, da es
zu Anfang der Rechtschreibreform mit einem 'ä' anstelle des 'e'
zu heftigen Diskussionen zwischen Verfechtern und Kritikern der
Reform führte.
Mit freundlichem Gruß,
M. A. K.

Mo, 04.10.2004, 17:58
Lieber Herr Rohn,
vielen Dank für Ihren Beitrag zum Wort-"Artenschutz". Hier mein Vorschlag für das WORTMUSEUM:
"Brodem", Bedeutung: "Dunst, Dampf" (Kluge)
Es ist mir neulich bei Georg Forster begegnet ("Ansichten vom Niederrhein", 1790) und bezeichnet dort den Dampf heißer Quellen in der Nähe von Aachen.
Viele Grüße,
J. H.

So, 19.09.2004, 18:49

Sehr geehrter Herr Rohn,
ich bin inzwischen schon ein Dauergast Ihres Museums geworden und freue mich, beim Museumsrundgang immer wieder auf neue alte Bekannte zu treffen. Schön, wenn alte Worte so gut behütet, gepflegt und genutzt werden! Viele Grüße und weiterhin sehr viel Erfolg. A.S., Linguistin, Sprachtherapeutin und Museumsliebhaberin
PS: Ich freue mich schon sehr auf die Eröffnung des Museums-Shops!!!

Sa, 18.09.2004, 11:49
Sehr geehrter Herr Rohn,
an sich ist die Idee mit dem Wortmuseum nicht schlecht. Ich selbst schreibe einen Roman und habe mehrere deutsche Wörterbücher nach alten Wörtern durchforstet, was riesigen Spaß macht. Allerdings habe ich mich auf deutsche Wörter beschränkt. Was mich bei Ihrer Wortauswahl stört, sind die vielen Fremdwörter. Wer wie ich täglich Fremdsprachen benutzt, wird zahlreiche Wörter in Ihrem Museum wahrscheinlich für äußerst banal halten, weil sie ganz einfach die (verkümmerte) französische Übersetzung des deutschen Wortes sind. Ich würde mich an Ihrer Stelle auf deutsche Wörter beschränken, die ein neues Licht auf aktuelle, geläufige Wörter mit gleichem Stamm werfen. Das hat mehr Würze als verkapptes Französisch-Vokabeltraining. Ich wünsche Ihnen natürlich viel Erfolg mit Ihrem Projekt.
Mit freundlichen Grüßen
D.P.

Fr, 17.09.2004, 17:22
Sehr geehrter Herr Rohn,
Ihre Idee ist einfach klasse. Ich hoffe nur, dass es nicht bei dem Stichtag im nächsten Jahr bleibt und Sie die Seite weiter betreiben. Aber meine Neugier stillt die bisherige Form noch nicht ganz: Schön wären noch Angaben zur Herkunft der Wörter und vielleicht auch der ein oder andere Beispiel-Satz, vielleicht aus der klassischen Literatur. Damit würde die Lebendigkeit -und auch der Verlust- der Wörter noch erfahrbarer.
Mit freundlichen Grüßen
H.L.

Fr, 17.09.2004, 15:40
Hallo Herr Rohn,
was für eine wundervolle Idee. Vielleicht gefällt Ihnen mein Lieblingswort (das ich leider viel zu selten benutzen kann) "pittoresk" (malerisch)?
herzliche Grüße,
A.B.

Fr, 17.09.2004, 15:27
Sehr geehrter Herr Rohn,
die Idee des Wortmuseums gefällt mit wirklich ausserordentlich. Es ist gleichermaßen interessant wie erbaulich, sich mit verlorengegangenen Bestandteilen einer ehemals doch wesentlich "reicheren" Sprache beschäftigen zu können. Mein Vorschlag für ein Exponat: Glast ( der Glanz, von gleissen).
M.B., Berliner Volksbank eG

Fr, 17.09.2004, 15:17
Sehr geehrte Museumsleitung,
folgendes Exponat schlage ich für die Ausstellung vor (eine Wortschöpfung, die meine Großmutter gerne benutzt hat): Gaudieren Spaß machen ("es gaudiert mich") Quellen u.a.: Mörike, vgl. http://gutenberg.spiegel.de/moerike/gedichte/ei.htm
MfG
J.S.
P.S.: Danke für die schöne Ausstellung!

Fr, 17.09.2004, 15:17
Hallo,
mir gefällt die Idee Ihres Wortmuseums sehr gut. Vorallem kleine Schätze wie 'blümerant' lassen das Herz aufgehen. Leider kann man durch Ihr Museum nicht spazieren. Warum gibt es keinen Pfad durch Ihr Museum? Eine Anregung für später: es sollte spätestens ab 50 Wörtern einen Index geben, oder sehen Sie das anders? Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
T.N.

Fr, 17.09.2004, 14:58
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe anerkennend die Sammlung des Wortmuseums gelesen. Mein Vorschlag ist: Erklären Sie nicht nur die Worte, sondern bringen Sie auch wenigstens ein Beispiel des Wortes im Satz. Ich weiß nicht immer, wie das Wort zu verwenden ist.
T.B.

Fr, 17.09.2004, 14:48
Guten Tag, Herr Rohn,
welch schöne Idee, Ihr Wortmuseum. Hier drei Exemplare aus meiner Privatsammlung, gerne als Dauerleihgabe:
Mein Lieblingswort:
löcken: mit den Füßen ausschlagen (nur noch in: wider den Stachel löcken) bramarbasieren: prahlen, aufschneiden
insipid: töricht, albern, geistlos, abgeschmackt, fade, geschmacklos ...
Erfreut grüßt Sie
A.S.

Fr, 17.09.2004, 14:45
Sehr geehrter Herr Rohn,
Ihr Wortmuseum ist ein sehr interessantes Projekt. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Hinweis zur korrekten Aussprache der Wörter (in Lautschrift) noch eine gute Ergänzung darstellen würde.
Mit freundlichen Grüßen
M.R.

Fr, 17.09.2004, 14:38
moin, moin,
wird karessieren transitiv oder intransitiv gebraucht oder sowohl als auch? fragt
w.-g.s. hh

Fr, 17.09.2004, 14:03
Außergewöhnlich, längst überfällig. Jetzt erst weiß man was man all die Jahre vermisst hat! Mein Vorschlag für das Wortmuseum: "Fräulein", Plur. "Fräuleins"
als titelähnliche Bezeichnung bzw. Anrede für eine unverheiratete Frau. Es ist noch gar nicht so lange her, dass diese Anrede üblich war und vielen Menschen ist es damals schwer gefallen, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden bzw. durch "Frau" zu ersetzen.
Mit freundlichen Grüßen
H. S.

Fr, 17.09.2004, 13:26
Beckmesserei: gehässige, kleinliche Kritik, pedantisch Regeln anwendend. Gebrauch häufig im Verbund ‚unfruchtbare Beckmesserei'. Der Begriff ist der Figur des Stadtschreibers Sixtus Beckmesser aus Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" (1845-1867, Uraufführung: 21.6.1868 Königliches Hof- und Nationaltheater München) entlehnt.
mfG
H.R.

Fr, 17.09.2004, 13:24
Hallo Freunde des Wortes,
eine wunderbare Idee, ein Wortmuseum für aus dem Sprachgebrauch gekommene Worte. Auch ich bin liebe gerade besonders jene alten Worte, die meist malerischer sind und eine größere emotionale Blumigkeit besitzen. Wenn ich ebenfalls die Vorschläge machen dürfte, die mir spontan einfallen :
intonieren ( singen )
wacker fürbass ( im Zusammenhang mit laufen, schreiten"wacker
fürbass; schnell flott laufen )
Viele Grüße und viel Erfolg !
O. M.

Fr, 17.09.2004, 11:05
Ich bin etwas baff, aus zwei Gruenden:
1.) Entweder gehoere ich mit 28 Jahren schon zum alten Eisen oder die Tatsache, dass ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr im deutschsprachigen Raum lebe, hat mich sprachlich 'isoliert'... Worte wie 'maeandern', 'Remise', 'greinen' und Maer [was ja nichts anderes ist als die nicht-verniedlichte Form von 'Maerchen'] sind zumindest Bestandteil meines gebrauchten Wortschatzes und fallen dort auch nicht in die Kategorie 'wenn man mal sprachlich beeindrucken will'. Dass Schueler in einer Deutschstunde ueber die Bedeutung des Wortes "maeandern" spekulieren muessen und dabei zu derart hahnebuechenen Schluessen kommen, schockt mich einigermaßen. Die OECD-Studie laesst gruessen.
2.) Worte wie karessieren [engl. to caress, franz. caresser = liebkosen], ridikuel [franz. = ridicule, engl. ridiculous, span. ridiculo etc.], kalmieren [engl. calm =ruhig, span. calma = Ruhe etc.] sind wohl genauso wenig deutschen Ursprungs wie'cool', 'hip' oder 'downloaden', nur dass sie eben sprachliche Modeerscheinungen von vor ein paar Jahrzehnten/ -hunderten repraesentieren. Ich bin mir schon bewusst, dass viele 'deutsche' Woerter ihre Wurzeln in anderen Sprachen haben, aber die oben genannten sind einfach mal direkt uebernommene fremdsprachliche Begriffe mit deutscher Endung. Nichtsdestotrotz, schon allein der Eintrag 'bluemerant' hat mich zum schmunzeln gebracht und gibt Ihrem Museum die Daseinsberechtigung =)
Gruss,
S.R., London
Fr, 17.09.2004, 10:46
Schlage "wirsch" vor. Leider wird nur noch "unwirsch" gebraucht.
F.J.A.

Fr, 17.09.2004, 08:27
Guten Morgen,
gibt es schon ein alphabetisches Register der bisher eingereichten Wörter? Vorsorglich trage ich heute schon mal nach:
Mahd = Ergebnis des Mähens
fürderhin = künftig.
obzwar = Obwohl
Ich melde mich sicher noch.
Herzlichen Gruß
B.S.

Do, 16.09.2004, 22:31
Hallo und Kompliment für das kleine, feine Museum!
Keine große Rede. Ich reiche das Wort 'ungeschlacht' ein. So nennt man wohl einen groben, plumpen Menschen. Museumsreif ist es allemal: Es hat Geschichte und es ist sehenswert.
Viele Grüße aus Frankfurt/M.
T.F.

Do, 16.09.2004, 21:47
Sehr geehrter Herr Wortmuseumsdirektor,
Was fuer eine schoene Idee! Ich sitze hier fern der deutschen Sprache in Toronto und lese ueber Ihr Museum. Ich freue mich, bin aber auch gleichzeitig traurig, dass wir ein Wortmuseum brauchen, um alte Begriffe zu bewahren. Wohlwissend allerdings, dass sich Sprache schon immer im Wandel befunden hat. Meine Eltern haben mir einige Begriffe hinterlassen, die fuer sie in ihrer Kindheit normal waren, die sicher aber eher auch lokal begrenzt eingesetzt wurden: eine Dogga war eine Puppe zum spielen, das Portemonnaie der Geldbeutel und mein Lieblingsbegriff ist der Botschamber - ein Nachttopf, aus dem franzoesischen pot de chambre. Ich wuensche Ihnen noch viele geistreichen Ideen und viel Erfolg fuer das Museum.
Herzliche Gruesse aus Toronto
K.M.

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